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Mongolia 2016

15.7. / 16.7.

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Heute geht es endlich los. Ein längjähriger Traum geht endlich in Erfüllung. Um 14:45 Uhr hebt die 767-300 ER mit dem Namen Chinggis Khaan von Berlin Tegel Richtung Moskau ab. Die Anreise nach Berlin ist halt nervig, von dort fliegt man nur, wenn’s nicht anders geht. Ursprünglich wollten wir ja mit der Air Astana über Kasachstan fliegen, aber die Mongolen haben auf Druck der MIAT die Landerechte wieder zurückgenommen, also wurden die Flüge gestrichen. Zum Glück gab es bei der MIAT noch kurzfristig ein Angebot zum nahezu gleichen Preis.

In Tegel ist, wie immer, Chaos kein Platz für die lange Schlange am Check-in und dann versiebt der Mitarbeiter noch eine Bordkarte und findet sie erst, als wir wirklich insistieren. Dafür bekommen wir das ganze Gepäck mit, das war noch ein Unsicherheitsfaktor.

Man ist echt froh, wenn man im Flieger sitzt. Die 767 ist erst 2 Jahre alt und auch der Service ist super. In Sheremetevo müssen alle raus und auch das Handgepäck mitnehmen, dann müssen alle, die nach Ulaanbaatar weiterfliegen, auch in der Transitzone durch eine Passkontrolle. Sowas habe ich noch nicht erlebt. Die Mädels haben sich Zeit gelassen … . In Moskau sind über 30 Grad und der Flughafen ist nicht wirklich gut klimatisiert. Eigentlich alles eine Schande für ein so großes und reiches Land – und dessen Hauptstadt. Der Flug hat nur 1 Stunde Aufenthalt und wir können wieder rein, in den schönen kühlen Flieger. Pünktlich um 19:55 Uhr hebt er wieder ab Richtung Osten

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Die nächsten knapp sechs Stunden versuche ich zu schlafen – es wird ein langer Tag werden. Kurz nachdem wir den russischen Airspace verlassen wird es hell und der Flieger begibt sich auf den Anflug nach Ulaanbaatar. Unten sieht es aus wie auf der Modelleisenbahn. Grüne Hügel mit kleinen Wegen, kleine Felder und dazwischen weissen Punkte, die Jurten. Der Flugplatz ist klein. Flugbetrieb ist keiner, nur stehen die Maschinen der Bundeskanzlerin, des russischen Außenministers und einige andere auf dem Flugfeld. Es ist ASEM Gipfel an diesem Wochenende.

Das bringt einige lustige Sachen mit sich,.Nachdem wir mit einem freundlichen Lächeln der Einwanderungsbeamten mit „Welcome to Mongolia“ begrüßt worden sind und auch alles Gepäck da ist, fängt man alle Fluggäste am Ausgang ab und erklärt, dass der Flughafen wegen des Gipfels gesperrt ist und wir mit Bussen zu einem anderen Platz gefahren werden, wo dann hoffentlich auch unsere Abholer zu finden sind. Das ganze gestaltet sich recht lustig, aber geht irgendwie. Die Sonne ist draußen und es ist angenehm warm. Wir werden dann tatsächlich auch gefunden und nach Gatshurt in gebracht. Da aufgrund des Gipfels heute nur ungerade Nummernschilder fahren dürfen, ist es recht leer in der Stadt. Das Camp ist schön gelegen und für den Rest des Tages hängen wir ab, trinken Kaffee, essen was, gehen zum Fluss, einige schlafen. Wir machen uns für die Abholung der Autos abends um 7 aus, ab 8 dürfen wieder alle fahren. Einkaufen wollen wir auf dem Rückweg.

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Gegen 6 machen wir uns zu dritt (Tilo, Annett und ich) auf den Weg zurück in die Stadt. Die Jungs fahren noch den einen Fahrer nach Haus und wir machen noch eine Stadtrundfahrt. Es gleicht doch sehr Afrika, nur nicht so chaotisch. Außerhalb vom Stadtzentrum findet man schon mal ungeteerte Strassen und der Baumarktweg ist nur eine Staubpiste, dafür gibt es alles, was des Bauherren Herz begehrt – direkt aus dem Container. Wir holen die Autos, packen etwas Campingausrüstung und holen etwas Geld. Dann verfahren wir uns leicht und es wird schon dunkel und wir sind noch nicht mit dem Einkauf fertig. Mein Landcruiser macht ziemlich komische metallische Geräusche. Das muss ich mir morgen erst einmal anschauen. Sicherlich könnte man den zurückgeben, aber ob es ein anderes Auto gibt weiss keiner. Haftpflichtversicherung gibt es auch keine für das Auto und die Selbsbeteiligung für den den Totalverlust haben wir in beträchtlicher Höhe in EUR Cash hinterlegt – no risc – no fun.

Im Nomin Supermarkt am östlichen Kreisverkehr gibt es eigentlich alles. Wir kaufen ordentlich ein, aber es wird langsam 10 und dunkel ist es auch. Ob die Autos Lichter haben, wissen wir nicht. Also brechen wir ab und fahren ins Camp. Die Leuchten gehen so – und nach dem Tanken finden wir auch den richtigen Abzweig ins Camp. Jetzt reicht’s erst mal für heute – dunkel ist es auch. Ich mach mir paar Gedanken über die metallischen Geräusche, die aus dem Motorraum kommen, eigentlich klingt’s wie der Klimakompressor.

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17.07.

Heute nachte ging es in der Gegend ziemlich hoch her. Bis nachts um zwei gab es noch laustarke Unterhaltungen. Ich weiss nicht, wann es hell wurde, die Jurte ist de-facto lichtdicht, aber kurz nach halb acht bin ich dann aufgestanden, hab mir meine Handschuhe geschnappt und hab mal den Keilriemen vom Kompressor abgebaut. Danach war das Geräusch zum Glück weg. Also können wir doch dann los. Wir räumen die ganze Ausrüstung ein und organisieren alles soweit wie möglich. Dann gibt es noch Frühstück mit Rührei und der Wurst von gestern und mit süßem Griesbrei. Alle werden sehr satt. Dann muss nur noch bezahlt werden. Der ganze Spass kostet am Ende EUR 250 mit allen Taxifahrten und den Übernachtungen. Es kommen schon wieder neue Gäste. Es ist um zehn als wir loskommen.

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Als erstes wollen wir noch mal die restlichen Sachen ein kaufen und dann kurz zum Chinggis Khaan Denkmal. Das ist sehr touristisch aufgebaut und es sind auch sehr viele Touris da. Insgesamt ist das nicht so spektakulär. Egal, gesehen. Wir halten uns nicht lange auf und machen uns auf den Weg nach Mandalgovi. Wir fahren die südliche Route über Dsuunmod. Das geht relativ schnell. Ab und zu sammeln wir noch etwas Holz ein. Die Mongolei ist in der Südhälfte baumlos. Die Strecke nach Süden zieht sich hin und der Wind kommt von vorn. Die Cruiser haben viel zu tun und der Verbrauch, insbesondere bei meinem Vergaser ist entsprechend, irgendetwas haut da auch noch nicht hin. In einer Kurve hatte sich gerade einer überschlagen. Ingesamt ist der Verkehr aber sehr mäßig. In Delgertsogt tanken wir noch einmal voll und fahren durch das Dorf nach Westen immer in einem Flusstal lang. Dieses ist jetzt aber trocken. Wir sind auf der Suche nach einem Campingplatz, der etwas windgeschützt ist. Den finden wir erst nach 25 km, kurz nach einer Gebetsstelle hinter Adaatsag. Wir lassen den Abend geruhsam ausklingen. Es ist noch lange hell. Ich kann etwas fliegen. Die Weinflaschen werden geöffnet.

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18.7.

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Das war eine schöne Nacht. Früh geht die Sonne auf und taucht alles in weiches Licht. Auch die Stupa auf dem nächsten Berg. Wir machen in Ruhe Frühstück und beobachten die Pferde auf dem nächsten Berghang. Nachdem auch noch die ABSHalterung von dem einen Cruiser ordentlich befestigt wurden war (die Lampe brennt eh schon immer), geht es los. Ich fahre noch mal zu der Stupa und wir gehen auch 3 mal im Uhrzeigersinn rundherum. Überall sind Gebetsschale angebunden. Tilo ist schon mal vorgefahren. Wir fahren durch Hügel in Richtung auf die Felsenformation, die wir eigentlich schon gestern Abend besuchen wollten. Dort kommen wir auch hin. Auf den Felsen sitzen Geier aber hier und da ist auch ein Germ oder eine Tierunterstand. Überall sind kleine Tierherden mit oder ohne Hirten. Wir fahren durch die Felsengebilde und versuchen den Track nach Mandalgovi zu finden. Zwischendrin kommt ein Hirte mit seinen Schafen quer über den Track. Er sitzt auf dem Pferd und treibt die Tiere. Wir finden den richtigen Weg und cruisen durch das sanfte Hügelland. Teilweise könnte man denken, man ist in Afrika, nur Tiere gibt es andere.

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Zwischen den vielen Spuren finden wir die richtige nach Mandalgovi und versuchen dort Brauchwasser aufzutreiben. Wasserleitungen scheint es nicht zu geben, also schöpfen wir uns unser Brauchwasser auf dem Weg nach Süden aus einer großen Pfütze. Trinkwasser haben wir genügend mit. Auf dem Weg nach Mandalgovi fahren wir hinter einem russischen UAZ Kleinbus her, da wollten wir nicht wirklich mitfahren in der Geschwindigkeit. Wir lassen Mandalgovi hinter uns. Die große Fabrik ist verfallen und wird gerade abgerissen, auch sonst macht das alles keinen Mut. Die Fahrt auf Asphaltstrasse Richtung Dalandsadgad zieht sich hin, zumal mein Auto eher behäbig ist und doch sehr viel Benzin verbraucht.

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Wir sammeln immer mal wieder etwas Holz ein. Hinter Tsogt Ovoo versuchen wir ein Camp zu finden. Ein kleiner Steinbruch ist uns zu steinig und wir fahren wieder zurück. Einige Kilometer weiter hinter einem kleinen Hügel finden wir einen hübschen Platz und genießen den Nachmittag beim Kaffee. Einige Jurten sind zu sehen und es kommt auch immer mal wieder jemand angefahren. Aber keiner stört uns. Wir schrauben die Zündkerzen von meinem Auto raus, machen die sauber und stellen die Abstände ein. Dann schauen wir uns den Vergaser an. Anscheinend hat jemand eine zusätzliche Feder zum Rückholen des Gasbowdenzuges eingebaut, diese jedoch so an die Startvergasereinrichtung gehangen, dass der Choke nie wirklich aus ist. Diese wird entfernt. Mal sehen, wie das morgen geht. Wir kochen Kaffee, essen Melone und hängen ab. Wir stellen fest, dass diverse Produkte, die wir gekauft haben ihren Mindesthaltbarkeitspunkt bereits überschritten haben – wir überleben’s. Ich kann wieder etwas fliegen. Abends gibt es noch Eintopf. Das schmeckt allen sehr gut wir essen alles auf. Dann geht der Mond auf. Gegen Mitternacht gibt es kurz einen kleinen Sturm und wir müssen noch einmal umparken, um die Autos vor die Zelte zu stellen, die wegzufliegen drohen. Dann lässt der Wind nach. Gute Nacht.

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19.7.

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Um 6:15 kommt die Sonne über den weiten Horizont. Einige Mongolen fahren schon in der Gegend herum. Das weite Land erwacht zum Leben. Wir machen in Ruhe Frühstück mit Eiern und Speck und fahren gegen 9 los Richtung Dalandsadgad . Nach 10 Minuten kreuzt eine Herde Kamele die Strasse, ein wunderschönes Bild.

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Überhaupt sind die Tiere hier im Gegensatz zu Afrika sehr gut genährt. Wir kommen gut voran. Der Benzinverbrauch geht auch etwas zurück. Wir fahren auf die Berge zu und sehen schon von weitem die Stadt. Diese ist nichts Besonderes. Es gibt einige Versorgungseinrichtungen und wir füllen unsere Vorräte im Nomin Laden auf. Hier gibt es sogar Hühnchen. Davon nehmen wir zwei mit. Gemüse gibt es erwartungsgemäß nicht, dafür Kartoffeln und Zwiebeln, das geht auch. Das Geld wird auch noch mal aufgefüllt und dann verlassen wird die Stadt. Richtung Yoliin Am. Erstaunt stellen wir fest, dass auch der Dalandsadgad - Bayandalai Hgwh geteert ist. Nach 50 Kilometern biegen wir von diesem ab Richtung Süden und fahren in die Berge die paar Kilometer bis zum Nationalparkeingang und bezahlen unsere 3000 MNT Eintritt.

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Danach sind es noch 10 Km bis zum Parkplatz des Wanderweges zur Geierschluch Yoliin Am. Hier soll angeblich in einem Bachtal noch Eis vom Winter zu finden sein. Es sind viele Touristen unterwegs, ein richtiges Wuhling. Wir wandern in die Schlucht hinein. Eine sehr schöne Gegend. Der Himmel ist Stahlblau. Es gibt einige Murmeltiere und am Himmel kreisen die Greifvögel. Nach 2 km stossen wir auf etwas Eis - eine schöne Wanderung aber wegen des Eises lohnt das nicht. Die Gegend ist schön und auf dem Rückweg können wir auch oben in den Felsen einen Gemsbock entdecken. Wir fahren zurück und biegen dann aber weiter in das Flusstal ab. Dieses ist sehr schön und verlangt auch etwas off-road Befähigung. Teilweise geht die Strecke durch den Fluss. Auch treffen wir eine kleine Wandergruppe. Zwischendurch entdecken Tilo und Annika noch einmal Gemsen auf den Wiesen in den Bergen. Wir finden einen schönen Platz und machen Camp. Eine kleine Wiese am Fluss bietet sich an. Wir bauen die Tarp auf und machen uns einen schönen Nachmittag mit Matschen am Fluss und fliegen und klettern. Es ist wirklich ein herrlicher Platz. Einige wenige Leute kommen vorbei. Abends gibt es Bratkartoffel und Salat. Später gehen alle noch baden, auch wenn das Wasser kalt ist. Die Kinder haben einen kleinen Staudamm gebaut. Zweimal kommen auch die Kühe zum Trinken durch den Bach gelaufen. Marc klettert noch einmal auf die Berge am Rande der Schlucht und hat einen Blick bis zum Horizont. Mit dem Copter hatte man das auch schon gesehen, dass dies nur ein kleines Tal ist.

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20.7.

Die Kühe sind nicht noch gekommen, dafür die Hirten auf dem Motorrad. Etwas später auch noch ein Fahrzeug. Oben auf den Felsen kann Tilo mit dem Fernglas wieder Gemsen entdecken. Sie schauen über die Kannte und scheinen uns zu beobachten.

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Wir machen Frühstück und bunkern noch einmal Wasser aus dem Bach. Die letzten Kilometer aus der Schlucht hinaus sind spektakulär. Es geht durch den Bach, im Bach lang, über Wiesen und mitten durch einen Felsdurchbruch. Es ist wirklich wunderschön. Danach bewegt sich der Weg auf ein Plateau. Dort öffnet sich ein weites Tal und man hat einen super Ausblick. Der Weg nach Khongoryn Els zieht sich hin und ist teilweise ganz schön anspruchsvoll. Viel Schotter und Steine und auch viele Gräben und touristischer Gegenverkehr. In Bayandalai tanken wir noch mal voll. Hier wird kräftig Strasse gebaut. Bald wird Teer bis hierher reichen. Die Wege sind grauslich. Es klappert und scheppert am laufenden Band. Wir sehen den Sand schon von weitem. Auf dem Weg sammeln wir noch ein paar belgische Touristen auf, deren Auto kaputt gegangen ist. Der Fahrer hat die Vorderachse auseinander genommen und hat aber nicht mehr alle Teile um es wieder zusammenzubauen. Wir haben auch nichts passendes mit Ist schon erstaunlich. Die 7 km hätte er auch noch fahren können, bevor er die Achse auseinander genommen hat. So mitten in der Pampa war irgendwie komisch – hätten wir so nicht gemacht – aber egal, so sind sie halt, die Mongolen.

. Wir liefern die 3 Touris samt ihrer Dolmetscherin in ihrem Ger Camp ab und fahren dann zum Fluss.

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Dort kommt man aber nicht drüber. Wir müssen noch etwas weiter nach Westen und finden dann im Grünen einen schönen Platz. Es ist wirklich einzigartig. Auf der einen Seite die Dünen, dann ein grüner Streifen mit Moor und Pferden und Kühen und dann die Steppe. Wir hängen ab, gehen noch mal die Dünen rauf und später ziehen wir noch einmal um, da dort der Hauptzugang war und dauern Chinesen vorbeikamen. Nach dem Essen gehen noch einmal alle waschen und dann fängt es auch schon an zu regnen.

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21.7.

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Auch nachts hat es weiter geregnet.. Früh ist alles grau. Schnell packen wir zusammen, bevor es wieder anfängt. Wir überqueren die Berge RIchtung Flaming Cliffs von Bayan Zag. So wie die anderen Touris auch. Diese treffen wir immer mal wieder. Eigentlich ist rund um Khogoryn Els nur ein einziges Turistendorf mit Gercamps. Der Müll kommt auf einen Haufen und Chinesen werden in Gruppenstärke ausgeladen. Wir fahren über weite Ebenen, durch diesiges Wetter, tanken in Bulgan wieder einmal auf, diesmal an einer fast richtigen Tankstelle und füllen unsere Vorräte im Dorfladen auf. Dort gibt es alles, was man zum leben so braucht. Von Kartoffeln bis zum Wasser. Sonst machen die Ansiedlungen meist einen trostlosen Eindruck. Wohnen möchte man hier eher nicht.

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Wir queren noch einige Ebenen und sehen die Cliffs schon von weitem. Enie Reihe von Touris sind schon dort. Man kann oben auf den Sandsteinen laufen, und wenn die Sonne noch scheinen würde, sähe es sicher toll aus. So nieselt es nur. Wir laufen kurz, Anita kauft noch ein Souvenirkamel und dann fahren wir weiter - zuerst eine offroad Weg runter in die Canyons und dann über eine langweilige Wellblechpiste.

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Die Gobi ist weit hier unten und man muss sich bei der Entfernungsbetrachtung im klaren sein, dass man nicht so schnell vorwärts kommt. Wir sind seit gestern nur auf Pisten und Wegen unterwegs, mit Flussdurchfahren etc. In einer Gebirgsformation, die aussieht, wie ein Crater suche wir uns i einen Campingplatz – wieder mal sehr schön. Es sieht fast aus, wie in Namibia - nur ohne Tiere. Es ist relativ warm und hier sind auch einige Mücken.

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Wir hängen ab, kochen Abendbrot und genießen den Abend. Kurz darauf kommen noch ein paar junge Russen mit einem Hilux und einem Quad und nach kurzer Diskussion campen sie am anderen Ende. Ein schöner Platz. Heute gibt es Eintopf. Das Wetter hat sich wieder eingekriegt, aber es sind immer noch viele Mücken da und es ist ziemlich warm. Der Sonnenuntergang fällt wieder in die Wolken. Bild

22.07.

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Nachts hatte es ziemlich stark geregnet. Früh war ein kleiner See unterhalb der Zelte. Alles war ziemlich nass. Die Sonne trocknet alles ziemlich schnell. Nach dem Frühstück packen wir zusammen und machen uns auf den Weg nach Osten. Nach kurzer Zeit kommen wir in ein Sumpfgebiet. Der Weg gehr mitten durch, das war auch der Topokarte schon zu sehen. Ich versuche die Durchfahrt, breche das aber dann in der Mitte ab. Das Risiko war mir zu groß. Der Lehm klebt überall dran. Wir suchen uns eine Route rund um den Sumpf, die etwas höher liegt, das klappt ganz gut. In Mandal- Owo tanken wir noch einmal auf und folgen dem Fluss zum Ongii Kloster. .

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Der Weg ist teilweise sehr gut und wir kommen gut voran. Nur manchmal gibt es einige Pfützen. Überall sind Pferde und Kamele. Der Fluss ist wirklich schön und fliesst munter vor sich hin. Das Kloster ist am Ende wirklich nur eine Ruine und mangels Modell oder Ähnlichem kann man sich nicht wirklich vorstellen, wie das mal ausgesehen hat. Falls man es jemals schafft, wird es sicherlich noch lange dauern. .

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Nach dem Kloster suchen wir ein Camp am Fluss. Das ist eher schwer, da die Felsen doch ziemlich hoch sind und wir nicht an den Fluss kommen. Zwischenzeitlich fällt noch das Endstück des Auspuffes des einen Cruisers ab. Wir kommen nach Saikhaan -Oovo, aber den Fluss können wir dort nicht überqueren, zu breit. Wir tanken, fahren zurück ins Dorf und kommen geradewegs in ein Volksfest mit Ringen und Reiten. Wir schauen eine Weile zu. Niemand nimmt Notiz von uns. Wir suchen uns einen Campingplatz am Fluss unterhalb des Weges. Fischversuche sind nicht erfolgreich. Das Wasser ist auch sehr trüb und man sieht nicht, ob überhaupt Fische darin sind Auch unser Hühnerköder funktioniert nicht. Annika muss kochen und es gibt Eintopf mit Nudeln und Hühnchen. Das schmeckt allen sehr gut. Der Sonnenuntergang ist spektakulär. .

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23.07.

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Wir stehen wie immer auf. Früh ist es noch leicht diesig. Wir fahren immer an dem Fluss entlang und genießen die Landschaft. Unser Ziel ist Averkheer. Dazu biegen wir auf die weite Ebene ab. Ab und zu treffen wir auch auf Touristen. Die Strecke zieht sich hin, ist aber wunderschön, über Hügel und durch Täler mit Blumenwiesen, Yaks, Pferden und Ziegen. Einige Bach und Flussdurchfahrten sind zu absolvieren. Hier können wir auch neues Brauchwasser aufnehmen. An einem kleinen Fluss waschen wir alle mal die Haare. Um nach Averkheer zu kommen, müssen wir bis zur Brücke fahren und dann ein Stückchen zurück. In der Stadt gehen wir tanken. Dann suchen wir uns einen Supermarkt und füllen die Vorräte auf. Eigentlich gibt es in den kleinen Städten alles zu kaufen. Dann suchen wir noch eine Werkstatt, um die abgerissene Auspuffhalterung reparieren zu lassen. Dazu basteln die Jungs aus alten Teilen eine neue und schrauben die wieder dran. Dazu liegen sie auf dem Hallenboden im Dreck zwischen alten Autoteilen und Werkzeugen. Kostenpunkt MNT 20.000.

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Wir wollen noch in die Berge auf der Suche nach einem Platz zum Campen und finden eine wunderschöne Hochgebirgswiese auf 2.000 Metern mit einem kleinen Bach. Wir sehen Pferde und hinter uns wird eine Jurte aufgebaut. Es wird aber recht schnell kalt. Über uns kreisen die Greifvögel. Es ist ganz schön viel Verkehr, nachts fährt sich ein Auto fest und die Jungs brauchen 2 Stunden, um es wieder flott zu bekommen. Gute Nacht.

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24.07.

Früh ist alles ziemlich beschlagen. Es dauert eine Weile, bis die Sonne etwas Wärme bringt. Wir trocknen die Zelte noch etwas und packen zusammen. Die Strecke geht über die Berge mit dem Pass über 2.500 Meter . Wir fahren in liebliche Täler mit vielen Jurten und Vieherden.

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Das Wetter ist super. Einmal gibt es sogar eine Brücke, sonst geht es immer durch die Bäche und Flüsse. Die Cruiser schlagen sich wacker. Es geht durch Schlamm und über felsige, reifenmordende Pisten. In Zuunabyan-Ulaan tanken wir noch mal auf. Diese kleinen Tankstellen sind immer wieder schön. Es gibt eigentlich auch genug davon. Wir folgen dem Fluss und fahren dann hoch auf die Berge. Dort machen wir eine Pause zwischen den Ziegen und lassen die Drohne fliegen. Diese kann die Ziegen gut jagen. Man hat einen Super Blick in das Tal, dem folgen wir und nach 5 km finden wir ein Camp auf einer Wiese am Fluss und genießen den Nachmittag.

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Heute ist Erholung angesagt. Es dauert nicht lange, da kommt ein mongolischer Hirte angeritten und versucht, mit uns zu kommunizieren. Er kann leider nicht lesen und auch sonst wird das nichts. Unser Bier verträgt er aber gut und wir machen von ihm ein Bild und drucken ihm das dann aus. Das gefällt ihm sehr gut. Er dreht sich noch ein paar Zigaretten. Nach einer Weile bricht er auf. Sein Pferd ist etwas störrisch und wäre für uns wohl nicht zu reiten. Er will noch ein weiteres Bier mitnehmen. Kaum ist er weg, kommen zwei junge Männer mit ihrem Motorrad und setzen sich zu uns an den Tisch. Sie können etwas besser mit uns kommunizieren und der eine kann sogar lesen. Er hat wohl Zahnschmerzen und bekommt von uns eine Schmerztablette. Sie bieten uns Stutenmilch an und reichen die rund umd ie Runde. Es schmeckt nicht direkt schlecht. So ähnlich wie Buttermilch. Wir machen noch alle zusammen ein Foto und drucken 2 Stück für die Jungs aus. Es ist typisch für Nomaden, man teilt das, was man hat und setzt sich selbstverständlich mit an den Tisch und nimmt von allem. Das würden die uns auch geben, wenn wir an der Jurte stoppen würden. Danach fahren sie wieder los, direkt mit dem Motorrad durch den Fluss. Manchmal schaffen sie es nicht ganz, dann muss der hinten sitzende abspringen und schieben. Abends fahren noch ziemlich viele Leute durch das Tal und ab und zu hält auch mal einer und schaut, was wir tun. Mangels Sprachkenntnis fahren sie aber ziemlich schell weiter.

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Marc und Annett wandern noch auf den Berg zu einer kleinen Höhle. Abends machen wir Spaghetti mit Mettendchen und Soße. Das schmeckt wirklich gut. Es ziehen zwar dunkle Wolken auf aber es bleibt trocken. Nachts klart es auf und es wird wieder ziemlich kalt. Wir sind immer noch auf über 2000 Meter.

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25.07.

Es wird in dem Flusstal über Nacht sehr feucht. Die Zelte sind komplett nass. Langsam kommt die Sonne über den Berg und wärmt alles auf. Wir machen Frühstück und packen zusammen. Der eine junge Mann von gestern kommt noch einmal und will noch ein Bild mit Annika machen. Das ist jetzt zu viel des Guten. Wir lehnen ab und er muss leider so gehen. Wir fahren im Tal weiter und müssen dann über einen Bergrücken. Hier beginnt auch die Baumgrenze. Der Weg ist teilweise sehr schlammig aber die Cruiser wühlen sich zuverlässig durch.

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Es gibt schöne Bergwiesen und idyllische Jurten wieder mit vielen Pferden und Schafen. Auf einer Bergwiese halten wir und sammeln Holz. Dabei fahre ich mich im Schlamm fest und muss rausgezogen werden. Das ist kein Problem. Auf der anderen Seite des Bergrückens müssen wir alles wieder herunter und teilweise durch den Wald fahren, da die Strasse durch Schlamm verschüttet ist. Es ist eine wunderschöne Gegend.

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In Bat-Ulzii gehe ich noch kurz in den Laden bevor wir uns auf dem Weg zu den Orkhon Fallen machen. Der Fluss hat hier ein breites Tal geschaffen, das wir 15 Kilometer lang fahren müssen. Das dauert fast 2 Stunden. Die Wege sind huckelig und teilweise sehr steinig. An den Fällen sieht es aus wie auf einer Müllkippe. Überall liegt Abfall herum. Wir müssen vielleicht 500 m laufen. Die Fälle sind ja nur die Hälfte des Flusses, 20 m hoch und ganz hübsch anzusehen. Es sind relativ viele Besucher da. Wir verweilen nur kurz und versuchen dann, noch weiter flussaufwärts zu fahren, dazu muss die Hälfte des Flusses gequert werden, das funktioniert auch ganz gut. Leider ist kurz danach die Strasse zu Ende. Also müssen wir zurück und suchen uns ein Camp zwischen den Steinen. Im Wald geht es nicht, da dort zu viele Fliegen sind. Wir machen ein Feuer und backen Pizza und essen noch Bratkartoffeln. Die Tarp schützt uns vor dem kurzen Regenschauer.

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26.7.

Die Nacht wird relativ kühl. Früh versuchen wir, auf die andere Seite des Tales zu kommen um auf der als breite Strasse eingezeichneten Piste zu fahren. Diese erweist sich als viel schlechter als der andere Weg. Es gibt viele spitze Steine und eine huckelige Piste. Gegenüber von Bat-Ulzii fahren wir über eine etwas schiefe Brücke über den Orkhan und dann den Berg hoch.

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Es gibt eine herrliche Aussicht auf den Fluss und das Tal. Der Berg ist ziemlich steil und der Cruiser hat immer mal wieder Aussetzer. Irgendwie wird das immer schlimmer und er geht ganz aus. Ich vermute die Benzinzufuhr hat ein Problem Oben sind wieder wunderschöne Bergwiesen mit vielen Kräutern und Blumen. Wir fahren einige Täler weiter und treffen auf eine Fahrradgruppe, die an einem Berg zu kämpfen haben – sie haben einen deutschsprechenden Mongolen aus Österreich als Begleiter. An diesem Berg geht der Cruiser mehrmals aus und ich schaffe es kaum bis oben. Offensichtlich bekommt er nicht genug Benzin. Oben nehmen wir die Schläuche auseinander und überbrücken den Benzinfilter. Danach geht es wieder sehr gut. Die Fahrradfahrer sind eine bunte Gruppe aus verschiedenen Europäern und einem Guide, der auch ziemlich gut deutsch spricht. Keiner von uns würde das machen wollen.

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Wir folgen dem Weg weiter Richtung Tsenkher Hot Springs und finden dieses dann auch. Zwischenzeitlich fahre ich mich noch mal fest, aber das Rausziehen ist einfach. An den heißen Quellen sind überall Ger Camps und ein öffentliches Badebecken gibt es nicht. Die Quellen sind sehr heiss und man kann so nicht einmal reinfassen. Bild
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Uns gefällt es nicht wirklich und wir fahren wieder zurück in das Flusstal und suchen uns dort ein Camp auf einer Insel. Dort ist es eigentlich schön und wir machen noch mal ein Feuer zum Backen. Zwischenzeitlich zieht es sich zu und wir flüchten in den Zeltvorbau zum Kochen und Essen. Das Backen klappt trotzdem und die Pizzen schmecken auch nach den Nudeln noch gut. Später hört der Regen auf und wir können noch etwas am Feuer sitzen. Es ist ziemlich kalt geworden.

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27.7. .

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Früh ist das Rauschen etwas lauter geworden. Der Wasserstand ist etwas angestiegen und durch unsere Feuerstelle läuft ein kleiner Bach. Aber die Sonne ist raus gekommen und langsam wird es warm. Wir müssen uns langsam auf den Rückweg nach Ulaanbaatar machen. Es sind noch fast 400 km. Zuerst müssen wir den Fluss queren. Das gestaltet sich sehr einfach, wenn man von den Einheimischen lernt und den Fluss liesst. Auf der östlichen Flusseite fahren wir nach Norden, immer der A301 entgegen, der einzigen asphaltierten Strasse in dieser Gegend, die Hauptstatdt mit dem Westen verbindet. Zuerst gilt es noch einige Hügelketten, Schlamm und Flussdurchfahrten zu bewältigen. .

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Auf der Teerstrasse sind es dann noch 74 km bis nach Charchorin (Karakhorum), der Hauptstadt Chinggis Khaans. Dort kaufen wir etwas ein und schaue uns den wiederaufgebauten Teil des Klosters an. Würstchen, Brot und Bier gibt es überall. Einige Gebäude wurden wieder aufgebaut, das meiste ist jedoch währen der stark sowjetisch beeinflussten Zeit zerstört worden. Insgesamt ist die Anlage ganz interessant, wenn uns auch als Nichtbuddhisten die Bedeutung der einzelnen Elemente nicht immer klar ist. .

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In einem Tempel singen die Mönche Ihre Gebetstexte. Die Buddhisten drehen die Gebetsmühlen und alte Omas und Kinder beten auf ihre Art. Nach der Besichtigung machen wir noch einen Gang durch die Tourishoppingstrasse und kaufen einige kleine Sachen und nach der Mittagspause machen wir uns auf den weiteren Weg nach Osten. Bild
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Die Strasse wird nun etwas besser, die Schlaglöcher sind nicht mehr ganz so schlimm und wir kommen ganz gut voran. Trotzdem schaffen wir es nicht mehr bis zum Hustein Nationalpark, unserer letzten Station, wo wir hoffen die Przewalski Pferde zu Gesicht zu bekommen, quasi die Urpferde. Auf halber Strecke biegen wir von der Strasse ab und suchen uns einen Campingplatz. Das ist wieder mal sehr einfach, auch wenn hier viel Landwirtschaft betrieben wird. Die letzten Kartoffeln werden gebraten, mit Zwiebeln und Wurstgulasch. Es ist ganz schön viel. Die Luft ist ziemlich warm und in der Ferne bahnt sich ein Gewitter an. Dieses erreicht uns auch später im Zelt. Morgen beginnt der letzte Tag einer Supertour.

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28.7.

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Der Tag beginnt wie immer und wir haben ja noch 150 km zu fahren bis zum Hustein. Dazu müssen wir von der Teerstrasse abbiegen und 10 km Piste fahren. Wir bekommen kurz gesagt wo die Pferde sein könnten, man versteht, dass wir keinen Guide wollen. Auf dem Parkplatz läuft inzwischen das Benzin aus meinem Cruiser, da wohl die Tankentlüftung nicht funktioniert und sich zu viel Druck aufgebaut hat, ist unsere Verklebung der Leitung kaputt gegangen. Das ist in 5 Minuten repariert. Benzin hatte ich eh nicht mehr so viel. Wir fahren in den Park und finden die Pferde durch andere parkende Autos recht schnell. Die Pferde sind weit weg und wir müssen noch 1 km quer durch das Gelände klettern um etwas näher zu kommen. Am Ende war es nichts spektakuläres aber schön, mal gesehen zu haben.

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Das war es nun. Wir fahren zurück zur Teerstrasse und die letzten Kilometer bis Ulaanbaatar. Der Verkehr nimmt etwas zu. Ein Bus will mit mir kämpfen aber insgesamt ist das Fahren in der Mongolei unkritisch. Wir suchen etwas nach unserem Hotel in der Mt. Bogd Area. Überall wird gebaut und es ist auch nicht angeschrieben. Wir finden es dann doch in einem Apartmentkomplex, räumen die Autos aus und nach einem kurzen Frischmachen, fahren noch mal in die Mall zum Einkaufen und Essen. Dort gibt es sogar eine Eisbahn. Interessante Sachen zu kaufen gibt es eher nicht, wir essen noch mal mongolisch, das schmeckt allen ganz gut. Danach fahren wir wieder in das Hotel und ich rufe an, dass die Autos abgeholt werden können. Wir hatten keine Probleme damit. Alles ist noch dran und nur ein Service wäre mal nötig. Kurz vor 10 geben wir die Autos ab. Die Jungs sind wohl froh die ganz wieder zu haben. Wir bekommen unsere Kaution – alles gut.

29.7.

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Als ich das schreibe, fliegen wir gerade über Chelyabinsk und sind kurz vor der Grenze nach Europa. Seit über vier Stunden sind wir in russischen Airspace und es werden auch noch 2 bis Moskau dazukommen. Was für ein Land. Heute früh hat alles gut geklappt. Pünktlich stehen wir auf. Schlafen war nicht so super, da die halbe Nacht im Gebäude die Türen geknallt wurden und laute Unterhaltungen geführt wurden. Die Taxis sind da und so gibt es eine letzte Fahrt durch Ulaanbaatar - durch rote Ampeln, an Bestattungsfahrzeugen vorbei zum Chinggis Khaan International. Dort ist alles unproblematisch und etwas verspätet hebt die 767-300 ER Richtung Moskau ab.

In Moskau lässt sich die Passkontrolle diesmal Zeit und dann verfallen alle in Hektik. Die Russen behandeln einen nicht wirklich freundlich, es ist wie beim Militär, „dawai, dawei“. Dann müssen 200 Leute noch mal einem 30qm Raum durch die Sicherheitskontrolle. Das alles muss wirklich nicht sein. Im allgemeinen Durcheinander kommt eine unserer Bordkarten weg, die natürlich auch 3 mal vorgezeigt und abgestempelt werden müssen. Interessanter Weise haben die dann am Gate kein Problem damit und fragen uns nur, ob wir noch wüssten, wo unser Platz war – und schwupps rein. Das sind echt Gegensätze… .

Der Flug nach Tegel ist ereignislos, da vergleichsweise kurz. Die Rückreise wegen Freitag Abend leicht chaotisch aber OK.

Eine super Reise. Wir hatten viel Spass und konnten viel lernen. Klischees haben sich nicht bewahrheitet. Die Mongolen sind ein nettes, komplett unaufdringliches Volk. Kein Betteln oder stetige Verkaufsangebote, wie in Afrika. Ein tolles, weites Land. Wir haben ja nur einen kleinen Teil gesehen. Wir kommen wieder.

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