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Nach unserer Namibia Reise über Weinachten – mussten wir die letzte schulfreie Zeit nutzen um in der Nebensaison zu fahren und entschlossen uns für Botswana – eine richtige Entscheidung –wie sich herausstellen sollte – auch wenn uns diverse Leute für verrückt hielten – mit unseren beiden Zwergen (4 und 6).

24.05.2008

Nach einem angenehmen Flug von FRA über JNB sind wir mittags endlich wieder in Afrika. Schon die Landung auf dem Hosea Kotako ist immer ein Gedicht und im Gegensatz zu Johannesburg sieht man hier, man ist wieder in Afrika. Ein Mitarbeiter von Harry holte uns ab und da die Maschine nicht so groß ist wie die der Air Namibia geht die Immigration diesmal weitaus schneller. Die Fahrt nach Windhoek geniessen wir aus vollen Zügen. Leider sind diesmal keine Affen zu sehen. Bei Harry gibt’s, wie gewohnt, einen Nissan mit den zwei Dachzelten und mit unseren Taschen ist das Teil voll bis obenhin. Glücklicherweise kann ich bei Harry noch mal in die Mails schauen und da ist doch tatsächlich die Bestätigung der Zahlung aus Garborone eingegangen – da hatte ich gestern bis 10 Minuten vor dem Start zu Hause noch gewartet – huuh, jetzt kann es losgehen.

Erst mal zu Woermanns gleich um die Ecke und einen Riesenkorb voll Verpflegung eingekauft – darunter genügend Windhoek Lager und 3 Kg Game frisch Vakuumverpackt – ist viel besser als gefroren und kann auch außerhalb der Box aufgehoben werden – gut für die Vet Gates. Die Kinder sind gut drauf, da sie im Flugzeug geschlafen haben. Danach geht es wie immer zur Arebbusch Travel Lodge für die erste Nacht. Gleich losfahren geht mit den Kindern nicht. Hier können Sie noch 2h spielen und dann wird es schon dunkel – es ist Spätherbst – herrlicher Sonnenuntergang! Dann ist auch alles neu gepackt, das erste Abendbrot ist immer was Besonderes -gegrillt wird heut noch nicht. Die Nacht wird kühl… .


25.05.2008


Huuuh heute morgen war es relativ kalt, aber kaum war die Sonne draussen wurden die 29° erreicht. Gestern hatten wir festgestellt, dass kein Potje und kein Spaten im Auto waren – also sind wir noch mal zu Harry – alles kein Problem. Dann ging es los. Immer die B6 nach Osten – vorbei am Flugplatz, plötzlich nahm der Verkehr stark ab – es ist großartig durch die hier sehr steppenartige Kalahari zu fahren – super Strasse – nur manchmal Mäharbeiten am Strassenrand – zwischendurch habe ich immer wieder Holz gesammelt. Die Kinder schauten fasziniert aus dem Fenster –gegen Mittag gab es eine Pause zum Essen – mit all dem Getier und den Geräuschen, die wir so lieben. Trotz der langen Fahrt haben wir keine Probleme mit den Zwergen. Nach Gobabis verändert sich die Landschaft leicht und es tauchen wieder Bäume auf. Das Steppegras wächst bis an die Strasse ran – bis jetzt gab es noch keine großen Tiere. In Buitepos wurde noch mal alles aufgetankt, da es ja bis Ghanzi keine weitere Möglichkeit gab – die Kinder hatten Ihren Spass mit den Tankstellenjungs und ich konnte im Laden ein paar Pulla für die Strassengebühr eintauschen – wieder ein Problem gelöst. Bis zum Border Post war es nicht mehr weit – völlig easy – sowohl auf NAM Seite als auch in BW. Die 60 Pulla Strassengebühr war schnell bezahlt und wir hatten alle unseren Spass. Ursprünglich hatten wir vor, bis nach Ghanzi zu fahren, schliesslich hatte ich ab morgen für die CKGR reserviert – und das war noch ein ganzes Stück – aber es wurde immer Dunkler und so entschlossen wir uns, unsere erste Nacht in Botswana will zu campen. Ein kleiner Weg war schnell gefunden und es war keine Menschenseele in der Nähe - großartiger Abend –aber es wurde wieder schnell dunkel – einkuscheln im Zelt unter dem einmaligen afrikanischen Sternenhimmel – mitten in der Kalahari – einfach traumhaft.


26.05. 2008


Heute morgen war es sehr kalt. Nachts haben Kühe nach uns geschaut, wer da wohl wohnt. Zum Aufwärmen gibt es Frühsport. Dann geht die Sonne auf und es wir erträglicher. Nach dem Einpacken und dem Frühstück geht es weiter nach Ghanzi. Eine lustige kleine Stadt – nach Humpe gibt es hier keinen Geldautomaten – wir hatte aber Glück – im Einkaufszentrum war doch einer zu finden – mit ein paar Tausend Pulla geht’s gleich besser – auch wenn es eine halbe Stunde und das Probieren aller möglichen Karten benötigt? (Visa mit Nummer geht). Inzwischen kommt ein Kirchenchor in voller Montur auf den Parkplatz gefahren – singend – eine Traum ( wir hatten so was schon mal in Auckland auf dem Flughafen erlebt – als eine Gruppe Maori einen hochrangigen Gast beim Start des Flugzeuges mit einem polynesischen Gesang begleitete – da bekommt man richtig Gänsehaut – das vergisst man nie). Für die Kinder ist es ein tolles Schauspiel – nur noch volltanken und weiter nach Norden –sammeln von Feuerholz nicht vergessen. Kurz vor dem Kuku Vet Fence steht tatsächlich ein Wegweiser zur CKGR und zwar genau dort, wo das GPS es anzeigt –allerdings zeigt es auf einen Feldweg mit Gatter. Nach dem Öffnen und Schliessen – die „Maren Gilzer“ Annett hat das super gemacht –geht es 40 km am Zaun lang –auf teilweise tiefsandigem Weg nach Osten - also Reifendruck auf 1.0 und es geht wunderbar ohne Allrad!

Am Tsau Gate ist alles unproblematisch – der Ausdruck der Bestätigung der Mail aus Gaborone ist OK. Es gibt allerdings keinen genauen Plan der CKGR und über die Lage der Campsites wissen die Gards auch nicht bescheid – Afrika. Aber es würden wohl Schilder stehen und da ist es dann ?!

Noch kurz vor dem Gate hatten wir das erste Oryx gesehen und die Kinder haben es zuerst bemerkt – nun geht es richtig los – wieder Oryx , Kudu, Vögel und plötzlich die erste Giraffe. Es ist traumhaft – die totale Wildnis - ein Feldweg hunderte Kilometer quer durch den Busch – nach einer Weile hört man das Kratzen am Fahrzeug nicht mehr … . Am Mortami Wasserloch warten Springböcke und Oryx - die fühlen sich leicht gestört – aber wir haben ja nur kurz Pause gemacht – den Kinder gefällts.

Nach 70 km Busch öffnet sich die Ebene und wir erreichen den Abzweig zum Passarge Valley – wie weit es bis zum Campsite CKPASS 02 ist wissen wir nicht. Das Tal ist wunderschön – weit mit Straussen, Oryxherden und vielen Springböcken, Gnus und diversen Vögeln. Nach kurzer Zeit ist der Abzweig zum Campsite #1 erreicht aber es dauert noch eine Stund bis zu unserem Platz – uns was für einer – leicht erhöht mit südöstlicher Ausrichtung und herrlichem Blick auf das Tal mit den Tierherden. Es gibt eine Campingdusche und ein Plumsklo – alles sauber und ordentlich – aber waschen müssen wir nicht schon wieder – außerdem müssen die 80 Liter für die nächsten 5 Tage reichen. Endlich den Grill anwerfen – ein Stück Game drauf, ein WL aus dem Kühler und genießen. Die Kinder nehmen ihre mitgebrachten Tiere und die kleinen Autos und spielen im Sand – wir immer mit Blick auf das umgebende Grass und mit Ausschau nach Scorpionen, Schlangen etc. Nach Fleisch Reis, Gemüse und Nudeln sitzen wir alle am Lagerfeuer und erzählen Geschichten. Dann kommen noch zwei Wüstenfüchse zu besuch – das ist ein Familienabend, den man nie vergisst.




27.05.2008



Um 6:30 Uhr sind wir wach – die Sonne ist noch nicht aufgegangen. Die Nacht war nicht so kalt – aber ein kleines Feuer macht es mollig warm. Ein wunderschöner Sonnenaufgang zum Frühstück, was will man mehr. Dann geht es langsam weiter. Im Tal äsen große Herden von Oryx, Springböcken und Straussen. Kurz können wir zwei Leoparden sehen, dann sind sie weg. Wir können Sie nicht wieder finden. Es ist eine wundeschöne Fahrt durch das Tal. Es gibt ein zweites Frühstück - Marc ist zickig und muss zurück ins Auto. Durch tiefes Buschland geht es zur Leopard Pan – zwischendurch eine Erdmännchenstadt – herrlich drollig – die Kinder haben ihren Spass. Es wird eine enge Strasse – das Gras reicht bis zum Fenster – wunderschöner Busch. Die Luft musste ich wieder aufpumpen – gut, dass wir von Harry den Kompressor mithatten. Immer wieder gibt es Oryx, Gnu und Springböcke – keine Raubtiere – zu sehen. Unser nächstes Camp ist CKSUN02, wo wir kurz nach Mittag ankommen – es ist traumhaft einsam – bis zum nächsten Tag bleibt auch die Nummer 3, die 100 m daneben ist leer. Ein weiter Blick über die Pan – leicht erhöht – super zum Relaxen – Kaffee – Kekse und spielen ausgiebig. Um 15:30 starten wir unseren Game Drive ins Deception Valley – der Weg ist eng und tiefsandig – also Luft wieder raus. Das Tal ist sehr schön hat aber nur wenige Tiere. Zurück im Camp gibt es Grillfleisch und wir lassen den Tag ausklingen – seit 2 Tagen haben wir keinen Menschen gesehen.






27.05.2008



Es ist kühl, aber nach einem kleinen Feuer sind alle aufgewacht. Mit der restlichen Glut habe ich ein Brot gebacken – 70 min und sehr lecker. Dan ging es los – über den Wester Link zur Tau Pan – sehr eng und sandiger Weg – Busch keine Tiere zu sehen . Am Abzweig zur Pan war Mittag und die Kinder haben sich begeistert, wie der eine Käfer (5 cm) den anderen Käfer verspeiste. Marc wählte die Strecke aus und wir sind langsam durch die sich jetzt öffnende Steppe gerollt – jetzt waren auch wieder Tiere da. Und dann das Camp – waren die anderen schon traumhaft – eine Gruppe von schattenspendenden Bäumen in Mitten der Pan - 70km bis zum nächsten Menschen – Tierherden in der Nachmittagssonne - Kaffee, WL Grill was gibt es noch. Der Nachmittag vergeht mit Ruhe, Spielen, Tiere gucken und Ruhe, Reis, Nudeln, Fleisch – unbezahlbar und dann der Sternenhimmel, das Kreuz des Südens, die Michstrasse.





28.05.2008



Heut ist unser letzter Tag in der CKGR. Es war nachts ziemlich kalt. Früh läuft ein Red Haertebist am Camp vorbei. Ein Blick aus dem Dachzelt auf grasende Oryx, Kudus, Gnus, Springböcke … . Zeitig geht es los in Richtung Süden – es gibt noch viele Tiere zu sehen und dann nach 3 Tagen das 1 - und bis zum Ausgang einzige – Fahrzeug. Wir fahren über das Passarge Valley zurück, der Western Link war nicht so gut. Im Tal sind wieder große gemischte Herden am grasen. Der Weg vom Deception Valley nach Matswere ist mit Abstand die schlechteste Strasse bisher – 1m tiefe Löcher –knochenhart getrockneter Schlamm – Tiefsand im bunten Mix. Am Ausgang dann wieder zwei Fahrzeuge. Die 40 km nach Rakops ziehen sich hin und es beginnt dunkel zu werden – also entschliessen wir uns abzubiegen – ich fahre 500m in den Busch und wir haben ein traumhaftes Camp mit super Sonnenuntergang – nur mit den Schlagen muss man aufpassen. Kühe und Pferde stromern durch den Busch.


29.05.2008



Es war kalt. Die Kühe wecken uns. Wir finden sogar den Weg wieder. Auf der Teerstrasse wird erst mal die Luft wieder aufgepumpt. Noch 200km bis nach Maun – der Vet Fence ist nicht problematisch –Mittags sind wir da – die freundliche Dame in der DWNP Aussenstelle verschiebt extra ihre Mittagspause und wir bekommen einen Tag mehr im Moremi – Klasse –auch noch im Third Bridge Camp. Ich bezahle unkompliziert mit der Visa – reserviert hatten wir per Fax von zu Hause – keine Probleme. Die kleinen Schuljungen in Uniform gleich neben dem Office sahen recht lustig aus – Marc verschenkte eins seiner Autos. Dann brauchen wir Ressourcen für die nächsten acht Tage im Moremi und im Chobe – also am Flugplatz vorbei zum Spaar. Es gibt alles außer Fleisch – daneben eine Palette WL(48Stück) für EUR 12 !! - also noch mal in die andere Richtung. In der Stadt ist der Teufel los -Strassenmusik – Annett und die Kinder schauen ich besorge Fleisch – 3 Kg für 10 EUR – Rumpsteak und Sirloin – leider kein Game –aber trotzdem Klasse. Noch vollgetankt und ab zum Audi Camp – relativ eng nicht wirklich unser Stil aber sauber und OK – Waschen und Duschen ist angesagt - nach 4 Tagen CKGR auch nötig. Die Kinder spielen Autos und malen – diverse Overlander sind auch da – ein Brite (Name hab ich vergessen) neben uns ist mit seiner Frau und einem Defender auf dem Weg von CPT nach England zurück – hatte schon die ersten Probleme mit seinem Vehicle – netter Kontakt – wir geben ihnen einen Übernachtungsführer für NAM. – Steak und Brot gibt’s zum Abendbrot –


30.05.2008



Als letzte stehen wir auf und packen langsam, die Overlander sind schon weg. Wir fahren zurück nach Maun um Kuchen zu kaufen – Marc hatte sich den gewünscht. Aber im Spaar gibt es kein Brot und Kuchen mehr (oder noch nicht). Also nur Geld geholt und ab Richtung Norden. Da wir ja erst morgen gebucht haben – können wir noch nicht in den Park und biegen 10 km vor dem Tor nach Westen in den Busch ab – goldrichtig. Eine kleine, enge, sandige Strasse – und dann sind sie endlich da – Elefant – und gleich ein ganze Herde – wir stehen alle auf dem Dach und schauen beim Fressen zu. Die Kinder sind aus dem Häuschen. Dann kommen wir zu einem Wasserloch mitten im Busch gerade an der Parkgrenze – da gibt es Elefanten, Giraffen, Antilopen alle zusammen – ein großartiger Anblick. So was gab’s nicht mal im Etosha. Ein Stück weiter eine große Zebraherde mit Antilopen und kleinen Zebras - ein schönes Bild – besonders Annika freut sich. Wir sind jetzt fast am South Gate und fahren die 30 km zurück zum Kazikini Community Campsite – eine sehr schöne Anlage und wir sind die einzigen Camper – nur die Elefanten werden später die Nachtruhe stören. Ich backe neues Brot, die Kinder spielen ausgiebig und in der Dunkelheit gehen wir zu den offenen Waschstellen – was für ein Unterschied zum Audi Camp – unbedingt empfehlenswert.




31.05.2008



Nachts musste Annika erst Brechen und hatte Durchfall und dann alles auf einmal – offensichtliche Nebenwirkungen von Malarone, dass wir daraufhin absetzten. Sie hat sich dann recht schnell wieder eingekriegt. Morgens mussten natürlich verschiedene Sachen gereinigt werden… . Ich ging deshalb mit Annika und den Sachen in die Dusche – ich liebe diese offenen Duschen …. .Dann ging es endlich ins Moremi GR. Bis zum Gate gab es Giraffen und wieder eine große Elefantenherde mit Kälbern - zu niedlich. Am Gate alles problemfrei. Es sind nur 50 km bis zu unserem Camp an der 3rd Bridge. Zuerst ist der Unterfahrschutz abgefallen – hab ich aufgesammelt und war der einzige Defekt der ganzen Tour –

Stichwort Fahrzeug – ich war am Anfang nicht so überzeugt von den Nissan Hardbody Benzinern – aber es stimmt – sehr genügsam ist der 2.4 Liter – er läuft immer – die Leistung ist gerade noch akzeptabel – und das Fahrzeug ist maßlos robust – wir hatten so eins schon zu Weinachten und außer dem allgemeinen Klappern ist nichts zu beklagen – da hab ich von Defendern ganz andere Sachen gelesen – die begrenzte Bodenfreiheit stört manchmal etwas – aber die Pisten waren alle zu befahren - Wasserdurchfahrten auch – wobei das allein mit Kindern in unbekanntem Gelände so eine Sache ist.

Auf dem Weg konnte man die Reste der ersten und zweite Brücke sehen – Mittag gab’s bei den Termiten. Schade, dass man mit den Fahrzeug nicht wirklich in den Schlamm fahren kann – auch wenn sich’s die Kinder immer wieder gewünscht haben… .

Bis zum Camp gab es immer wieder Giraffen, Elefanten, Antilopen , Hippos zu beobachten. Das Camp ist eher entäuschen – alles Baustelle –sie wollen ein Tor bauen – mit Zaun und allem drumherum. Auf dem Site eine Wagenburg mit Südafrikanern, die schon fleißig beim Weintrinken waren. Wir verziehen uns ein Stück weiter, direkt ans Unfer, die Kinder spielen in dem schwarzen Sand – kann man sich vorstellen wie die dann aussahen. Wir ruhen uns aus – und Grillen später .

Als im Dunkeln eine Herde Paviane auftaucht flüchten wir unter den Bäumen weg und suche uns ein Lager an der Aussengrenze.




01.06.2008



Die Sonne wärmt langsam alles auf. Annika geht es wieder gut. Wir fahren kleine Pisten nach Osten, durch Schlamm und Wasser. Zuerst sehen wir Giraffen und Flusspferde. Auf holpriger Piste rollen wir durch den Wald. Auf einmal geht es nicht weiter – zu viel Wasser. Nur ein Elefant und ein Flussspferd können da weiter. Also woanders lang – das GPS ist hier Gold wert. Immer wieder Giraffen und Antilopen. Bei der letzten Wasserdurchfahrt kommt etwas Wasser in den Luftfilter und der Nissan hustet etwas. Im Camp (Xakanaxa) wird auch wieder am Sanitärtrakt gebaut. Die Sites liegen direkt am Sumpf – wir machen uns einen schönen Nachmittag, mit spielen, quatschen, essen. Nachts hören wir einen Leoparden schreien.





02.06.2008



Früh gehe ich mit Annika Spuren schauen – Wir sehen die Tatzen des Leoparden – aber keine Spur von dem Tier. Als nächstes geht’s zum Paradies Pool, da ist nicht zu viel los. Weiter abseits der Hauptpiste sind plötzlich überall Elefanten – auch ein kleiner, vielleicht 1m groß. Ein kleines Stück weiter fahren wir uns fest, das erste mal – mitten in der Elefantenherde – nur weil ich die Hubs nicht gesperrt habe. Es ist schon beeindruckend so viele große Tiere in der Herde zu beobachten. Nach ein paar KM ist Schluss – die Piste unter Wasser – keine Möglichkeit – also machen wir Mittag und kehren um. Die Strecke zum North Gate ist ganz schön buckelig. Plötzlich geht es auch hier nicht weiter. Überall Wasser –auch nach einigen Suchen findet sich keine Umfahrung. Also durch. Die Kinder hatten ihre Spass und wir Glück. Das Camp am North Gate ist voll – an unserem Tisch sitzen zwei Osteuropäer, die weder geneigt sind mit uns zu kommunizieren noch sich zu trollen. Erst als ich die Dachzelte aufbaue verschwinden Sie – sonderbar. Überall ist Baustelle. Die Brücke ist wirklich wunderschön. Ich backe noch ein Brot – diesmal weis –geling vorzüglich. Dann gibt es noch einen Kampf mit den Pavianen, die Annika ihre Steine entreissen wollen. Grillfleisch und ein wunderschöner Sonnenuntergang runden den Tag ab. Das Camp ist laut, die Anlagen heruntergekommen und die Plätze sind klein – nicht wirklich schön.




03.06.2008



Um 6 packen alle ein –wir sind gegen 9:30 Uhr die letzten. Eine Dusche musste noch sein. Heute sind die 130km Feldweg bis Savuti zu schaffen. Bis zur Parkgrenze zieht sich die Strasse am Kwai entlang und es gibt Hippos und Elefanten zu sehen. Die Strasse ist schlecht und so wird es Mittag bis zum South Gate des Chobe NP. Annett entscheidet sich für die Marsh Road –quer durch die Prarie – der Weg ist die Hölle – eine ausgetrocknete Schlammpiste mit knochenharten Huckel – Löchern. Es scheppert erbärmlich - aber wir verlieren auf den 40 km nichts. Kurz vor Savuti sehen wir plötzlich eine riesige Elefantenherde (35 Tiere gezählt) – es ist einmalig, sie beim Schlammbaden zu beobachten. Giraffen sind auch noch da. Die Rockpaintings können wir nicht finden. Mit den Kindern fahren wir noch im Flussbett hoch und runter – die haben ihren Spass. CS 8 ist ein schöner Platz – Abends gibt es Nudeln mit FiletSteak – awesome.






04.06.2008



Marc ist um 6:30 Uhr wach. Wir fahren früh los und hoffen auf Raubtiere –Fehlanzeige. Bis zum Gocha Gate gibt es nur Giraffen. Von der direkten Route nach Linyanti hatten uns die Ranger wegen extremen Tiefsandes abgeraten – die wird wohl bald komplett gesperrt werden. An der Parkgrenze geht es nach 2. Frühstück zügig zum Linyanti Gate. Dieser Abschnitt des Parks ist einsam. Die Camps sind traumhaft – direkt am Wasser. Wir sehen und hören Hippos und die Elefanten ernten die Bäume rundherum ab – das ist uns nicht ganz egal – teilweise kommen die auf 20m heran. Wir machen uns einen erholsamen Nachmittag und geniessen. Die Kinder spielen, ich backe Kuchen. Als der kleine Spielgefährte der Kinder (Eidechse) von einem Vogel aufgespeist wird sind sie etwas traurig. Es kommt nur noch ein deutsches Pärchen auf den Platz. Ich heize die Dusche ein – mit Feuer – den die Kinder sind schwarz vom spielen – der Abend ist wunderschön – mit all den Geräuschen, dem Licht und der Atmosphäre.


05.06. 2008




Nach dem Frühstück verlassen wir Linyanti – für uns der schönste Fleck im Chobe- und fahren an der Parkgrenze wieder ein Stück zurück und dann nach Osten Richtung Chobe Ufer. Die Strasse ist OK nur lang und irgendwann fällt einfach das Tailgate auf und wir verlieren Windel und die Tischdecke – die Windeln finden wir wieder – die Tischdecke nicht. Hier wohnen wieder Menschen – am Chobe Transiteingang ist eine Elefantenherde auf der Strasse – wir nehmen die Parkstrasse zum Fluss – aufgrund der scharfen Steine hab ich schon Angst um die Reifen aber wir kommen gut durch. Bis zum Ihaha Camp fahren wir am Chobe entlang – die Tiervielfalt ist schon beeindruckend – Hippos – Krokodile – Weiskopfseeadler – Antilopen – Gnus – Wasserbüffel - Warzenschweine - Paviane. Das Camp ist wunderschön – unsere Nummer 10 direkt am Fluss. Wir backen Brot Grillen – Spielen – Lesen vor und genießen den Abend – die Fischer auf dem Fluß – die Tiere und den Sonnenuntergang.






06.06.2008



Alle haben gut geschlafen. Langsam ging es weiter Richtung Kasane – Viele Tiere gab es zu sehen – Elefantenherden, Wasserbüffel, Erdmänchen, Mangusten, Hippos. Die Menge der Tiere ist einmalig. Nachmittags kommen wir in Kasane an. Camping in der Kubu Lodge – sehr schön – kleiner Platz im hinteren Teil der Lodge. Dann müssen erst mal die Vorräte wieder aufgefüllt werden. Es ist schon sonderbar mit all den Menschen nach so vielen Tagen in der Wildnis. In der Lodge buchen wir uns einen Tagesausflug zu den Viktoriafällen – selbst fahren wollten wir nicht - mehr Zeit als einen Tag hatten wir ja sowieso nicht –am 11. ging das Flugzeug in Windhoek und das war 1.500 km weiter im Westen. Insgesamt bezahlten wir ca. EUR für den ganzen Trip inkl Eintrittsgeld.




07.06.2008





Um 8:30 holt uns der Fahrer ab – ein junger Mann. Zuerst ging es nach Kazungula zur ZW Grenze. Er schleust uns überall durch nur ein Bus mit deutschen Touristen stellte sich gerade in einer Schlage vor uns an – zum Glück hatten alle das falsche Formular und wir konnten vor. Der Borderpost erinnert eher an einem Markt. $ 30 für die Visa bezahlt – Kinder frei. Kurz danach die erste Strassensperre. Unser Fahrer holt ein paar Brote aus dem Kofferraum und es gibt keine Probleme. Gleich daneben wieder Elefanten auf der Strasse – dann 45 Minuten Fahrt durch den Wald – es kommen nur zwei Fahrzeuge entgegen. Zimbabwe werden wir uns auch mal vornehmen, wenn sich alles wieder beruhigt hat. Das Welcome Schild in Vic Falls ist schon stark rostig – sonst ist in der Stadt kein Problem zu erkennen. Die Trucks stehen an der Brücke an. Wir bezahlen $ 50 Eintritt - es ist schon ein einmaliges Naturschauspiel – zumal der Zambesi immer noch Hochwasser führt – das östliche Stück können wir gar nicht besuchen – es ist wie eine Wasserwand. Unserer Führer schleust uns noch in das Vic Falls Hotel und wir können hinten auf der Terasse den Zambesi und die Brücke betrachten – Wahnsinn. Es war gerade alles für eine Hochzeit aufgebaut. Nach einem vorzüglichen Mittagessen – nein nicht im Hotel ;-), haben wir noch eine Giraffe direkt vom Hersteller erworben. Dann ging es zurück. Extra für mich durften wir noch an die Fähre nach Zambia und direkt an den Zambesi – wunderschöne Atmosphäre – Kaos mit System – Afrika.





08.06.2008


Heute geht es zurück – Transit durch den Chobe über die Brücke nach NAM – alles ohne Probleme. Volltanken in Katima gestaltet sich mangels Benzin kompliziert aber dann findet sich doch noch eine Tankstelle – Wir nehmen Abschied vom Zambesi und fahren streng nach Westen. In der Lodge direkt am Okavango schlagen wir unser Lager auf und ich backe Kuchen, die Kinder spielen und wir hören Hippos. Ein schöner Platz. – Die NAM Seite am Linyanti und Chobe müssen wir auch noch mal besuchen - ebenso das nördliche Okavango Delta.

09.06.2008


Ein herrlicher Sonnenaufgang über dem Fluss – aber es ist sehr kalt. Die Fahrt ist ziemlich eintönig über Rundu geht es nach Grootfontain bis Ojiwarongo – Campingplätze sind ziemlich dünn gesät – der in Ojiwarongo ist auch nicht besonders schön. Na ja. Wir unterhalten uns mit einem Deutschen, der in Arizona an der Uni lehrt und mit jungen Amerikanern eine Studienreise im nördlichen NAM macht – jeder Student zahlt dafür $7.500.


10.06.2008

Heute ist der letzte Tag –also Einkaufen ist angesagt. Zuerst geht es nach Okahandja auf den Markt. Wir wollen uns endlich die Buschmänner kaufen, die wir letztes mal gesehen haben. Jeder darf sich was aussuchen, mit der Zeit sind wir gegen das Gebaren der Händler abgestumpft. Und tatsächlich gibt es den Buschmann noch und auch eine passende Frau. Die sind ihr Geld wert und dürfen auf dem Rücksitz mitfahren. Bis Windoek ist es nicht mehr weit. Dort wird im Cymot noch Ausrüstung beschafft – schade, dass nicht mehr Platz ist. Nach einem kleinen Stadtrundgang geht’s wieder zur Arebbusch Lodge für die letzte nach. Umpacken, Saubermachen – und Urlaubsendeschock ist angesagt – Das letzte Mal wird gegrillt und dann ins Bett.

11.06 2008

Huuhh, das war mit Abstand die kälteste Nacht – ja es wird Winter. Langsam machen wir uns fertig und schaffen das Auto zu Harry. Ein Mitarbeiter fährt uns in dem selben Auto zum Flughafen – auf halber Strecke fängt die Tanklampe an zu blinken – ich weis nicht ob der wieder bis Windhoek zurückgekommen ist. Lag aber auch an der Fahrweise – ich hätte mit dem selben Sprit 150 km geschafft. Wir checken ein und mit eine Stunde Verspätung fliegen wir ab nach JNB. Warum die Verspätung ist nicht klar – es ist kein weiteres Flugzeug unterwegs. Am Flugzeug nehmen sie uns unsere große Giraffe ab – die von Vic Falls bis Windhoek ohne Schaden mitgefahren ist – in JNB hat sie nur noch ein Ohr – ein ärgerlicher Abschluss. Der Rückflug verläuft ohne Probleme – irgendwie sind meine WL Büchsen aus den Reisetaschen verschwunden aber die Buschleute haben überlebt. Das nächste mal lassen wir alles einschweissen! Nach vier Stunden Autofahrt sind wir wieder zu hause.

Stichwort Malaria - wir haben uns im Vorfeld viele Gedanken gemacht – besonders wegen der Kinder und waren auch bei einem Tropenarzt und hatten Malarone und Junior für die Kinder mit. Marc und Annett haben es ohne Probleme genommen. Annika und ich nicht. Eine Moskitobelastung gab es nicht wirklich. Wir hatten Spray, Sticks und Citruschreme und haben dass konsequent angewendet. In der Summe hatten wir vielleicht drei Stiche. Im Nachhinein würden wir überhaupt keine Prophylaxe betreiben. Die Moskitobelastung ist vernachlässigbar und es müsste halt bei einer Infektion entsprechend rasch gehandelt werden. Infrastrukturell ist das nicht wirklich problematisch. Die deutsche Vollkaskomentalität macht sich halt mit solchen Fragen verrückt und stirbt dann bei einem Überschlag mit dem PickUp aufgrund zu hoher Geschwindigkeit auf dem Pad … .

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